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In den vergangenen Jahrzehnten hat die Inzidenz von Dickdarmkrebs (CRC) bei Personen unter 50 Jahren zugenommen, was als früh auftretender CRC oder Krebs des Dickdarms mit frühem Auftreten (YO-CRC) bezeichnet wird. YO-CRC wird bis 2030 voraussichtlich 11 % der Dickdarmkrebserkrankungen und 23 % der Rektalkrebserkrankungen ausmachen. Dieser Trend zeigt sich in verschiedenen Teilen der Welt und sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bei 20 % der Patienten mit YO-CRC wird ein erbliches Krebs-Syndrom als zugrunde liegende Ursache gefunden; jedoch liegt bei der Mehrheit der Patienten keine genetische Prädisposition vor. Seit den 1950er Jahren haben wesentliche Veränderungen des Lebensstils wie Antibiotikaeinsatz, geringe körperliche Aktivität und Fettleibigkeit das Mikrobiom des Darms beeinflusst und könnten ein wichtiger Faktor für die Entwicklung von YO-CRC sein. Auf Grund fehlender Screening-Programme werden Patienten mit YO-CRC häufig in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Langfristige behandlungsbedingte Komplikationen sollten bei diesen jüngeren Patienten berücksichtigt werden, wodurch die traditionelleren sequenziellen Therapieansätze nicht immer die geeignetste Option darstellen. Um den zugrunde liegenden Mechanismus besser zu verstehen und die Beziehungen zwischen Umweltfaktoren und der Entwicklung von YO-CRC zu definieren, sind langfristige prospektive Studien erforderlich, bei denen Lifestyle-Daten aus der Kindheit gesammelt werden.
Spaander et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.