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Zusammenfassung: Ein gewalttätiger Konflikt überkam Kenia nach einem fehlerhaften und umstrittenen Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007. Zuvor galt Kenia als Ikone, als Bollwerk politischer Stabilität und wirtschaftlichen Wohlstands in Afrika. Es überraschte viele, dass dieses Symbol so schnell in Flammen aufgehen würde. Analysen darüber, was in Kenia schiefgelaufen ist, neigen dazu, die Landfrage und Ethnizität als Faktoren hinter der Gewalt zu ignorieren. Dennoch spielten Ethnizität und die Art und Weise, wie die Landfrage in den ehemaligen weißen Highlands und insbesondere in der Rift Valley-Region im Laufe der nachkolonialen Zeit behandelt wurde, eine wichtige Rolle in der Gewalt nach den Wahlen 2007. Dieser Beitrag argumentiert, dass die Reformen, die durch die Ansiedlungsprogramme und das Landkaufprogramm der nachfolgenden Regierungen verfolgt wurden, die Landfrage ethnisierten und einen Nährboden für politischen Konflikt schufen. Es wird auch gezeigt, dass durch die Betrachtung der Politik des Zugangs zu den ehemaligen weißen Highlands in Kenia diese Gewalt vorhersehbar wird. Die Diskussion kommt zu dem Schluss, dass die politischen Führer nicht daran interessiert waren, die Landfrage anzugehen, und sie daher ein heißes Eis bleibt, das, sofern nicht auf demokratische Weise angegangen, möglicherweise wieder zu Gewalt führen kann.
Karuti Kanyinga (Mi,) hat diese Frage untersucht.