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Im Laufe der Zeit entwickeln sich Märkte zu bestimmten Strukturen, mit klar definierten Rollen dafür, wer was in der Branche tut. Wenn ein Unternehmen über diese etablierten Rollen hinausgeht, wird es oft von seinen Austauschpartnern bestraft. Unsere Interviews im Champagnertraubenmarkt deuten jedoch darauf hin, dass einige Käufer in solchen Umständen stärker bestraft werden als andere. Die quantitative Analyse bestätigt, dass nicht-traditionelle Käufer Preisstrafen für Rollenabweichungen erhalten – durch Diversifikation, vertikale Integration oder Zersplitterung – während traditionelle Unternehmen milder behandelt werden. Eine anschließende interpretative Studie, die Interviewdaten von 78 Marktteilnehmern nutzt, um die genauen Mechanismen hinter diesem Effekt zu untersuchen, zeigt, dass Verkäufer weniger traditionelle Käufer verantwortlich machen, wenn sie die Grenzen ihrer üblichen Rollen überschreiten, da man annimmt, dass sie aus eigenem Willen und bösem Glauben handeln, während die gleichen Übertretungen von traditionelleren Unternehmen für notwendig erachtet werden, um äußeren Umständen Rechnung zu tragen. Wir schließen daraus, dass das Sanktionsverhalten von Akteuren als Reaktion auf Rollenübertretungen durch ihre Austauschpartner von ihrer Interpretation der Motive hinter diesen Übertretungen gelenkt wird, und nicht von den Handlungen selbst. Infolgedessen könnte es für nicht-traditionelle Unternehmen schwierig sein, von den traditionellen Rollen in ihrer Branche abzuweichen.
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Amandine Ody‐Brasier
McGill University
Freek Vermeulen
London Business School
Academy of Management Journal
Yale University
London Business School
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Ody‐Brasier et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/69dd433bcaee84831440c448 — DOI: https://doi.org/10.5465/amj.2017.0683
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