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Dieses Papier behandelt eine grundlegende, jedoch ungelöste Frage: Bieten Ansprüche auf private Vermögenswerte ausreichend Liquidität für ein effizientes Funktionieren des Produktionssektors? Oder spielt der Staat eine Rolle bei der Schaffung von Liquidität und reguliert diese entweder durch Anpassungen im Bestand an Staatsanleihen oder auf andere Weise? In unserem Modell können Unternehmen zukünftige Liquiditätsbedarfe auf drei Arten decken: durch die Emission neuer Ansprüche, durch die Beantragung einer Kreditlinie bei einem Finanzintermediär und durch das Halten von Ansprüchen auf andere Unternehmen. Wenn es keine aggregierte Unsicherheit gibt, zeigen wir, dass diese Instrumente ausreichen, um den sozial optimalen (zweiten-best) Vertrag zwischen Investoren und Unternehmen umzusetzen. Allerdings kann die Umsetzung einen Intermediär erfordern, um die Nutzung knapper Liquidität zu koordinieren, in welchem Fall Verträge mit dem Intermediär sowohl ein maximales Hebelverhältnis als auch eine Liquiditätsbeschränkung für Unternehmen auferlegen. Wenn es nur aggregierte Unsicherheit gibt, kann der private Sektor seinen eigenen Liquiditätsbedarf nicht befriedigen. Der Staat kann das Wohlergehen verbessern, indem er Anleihen ausgibt, die zukünftige Konsum-Einkommen binden. Staatsanleihen befehlen eine Liquiditätspreisprämie über privaten Ansprüchen. Der Staat sollte die Schulden so verwalten, dass die Liquidität gelockert wird (der Wert der Anleihen hoch ist), wenn der aggregierte Liquiditätsschock hoch ist, und straff wird, wenn der Liquiditätsschock gering ist. Das Papier schlägt somit eine Begründung sowohl für staatlich bereitgestellte Liquidität als auch für deren aktives Management vor.
Holmström et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.