Hintergrund/Ziele: Ziel dieser Studie war es, erstmals die Wirksamkeit und Sicherheit der 4% Icodextrinlösung zu bewerten, indem die Inzidenz von adhäsionsbedingten Morbiditäten (adhäsionsbedingte Krankenhauseinweisungen, einschließlich Reoperationen) erfasst wurde, wenn es als Adhäsionsprophylaxe während laparoskopischer gynäkologischer Eingriffe eingesetzt wurde. Methoden: Die Studie war eine retrospektive Einarm-, Zwei-Zentren-Studie. Die Inzidenz von Krankenhauseinweisungen, die direkt oder möglicherweise mit Adhäsionen in Zusammenhang standen, nach der Verwendung von 4% Icodextrin in der laparoskopischen gynäkologischen Chirurgie, 2 Jahre ab dem Datum der Indexoperation, wurde entweder ausschließlich durch eine Aktenprüfung oder, wenn erforderlich, in Kombination mit von Patienten ausgefüllten Fragebögen bewertet. Die Patientensicherheit wurde durch gemeldete unerwünschte Ereignisse bewertet. Die Beziehung zwischen klinischen Ereignissen und der Verwendung von 4% Icodextrin wurde von den Forschern auf Grundlage von Patientendaten bewertet. Ergebnisse: Nachdem 149 Patienten gesichtet wurden, schloss die Studie schließlich 123 Patienten ein; 4 (3,3%; 95% CI: 0,89%, 8,12%) hatten mindestens eine Reoperation oder Wiedereinweisung, die direkt oder möglicherweise mit Adhäsionen innerhalb von 2 Jahren nach der Indexoperation in Zusammenhang stand. In der ergänzenden Analyse (67 Patienten mit Daten aus Akten und Fragebögen) betrug diese Inzidenzrate 10,4% (95% CI: 4,30%, 20,35%). Es wurden keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit der Verwendung von 4% Icodextrin berichtet. Schlussfolgerungen: Dies ist die erste Studie, die jemals die Raten von Krankenhauseinweisungen/Reoperationen nach der Anwendung eines spezifischen Adhäsionsprophylaxe-Mittels bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass 4% Icodextrin sicher und effektiv ist, wenn es als intraperitoneale Instillation zur Reduzierung von Adhäsionen bei gynäkologischen laparoskopischen Eingriffen verwendet wird. Es hat eine niedrigere Einweisungs- und Reoperationsrate im Vergleich zu Meta-Analyse-Daten in der internationalen Literatur.
Wilde et al. (2026) haben diese Frage untersucht.
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