Ziel dieser Studie ist es, die praktischen Herausforderungen zu identifizieren, mit denen nicht deklarierende Erstsemester während des Prozesses der Fachwahl konfrontiert sind, aus der Perspektive der Studierenden tiefgehende Einsichten zu gewinnen und diese in systematische Unterstützungsbedarfe zu übersetzen, um Prioritäten abzuleiten. Hierfür wurde eine gemischte Forschungsmethodik angewendet, die qualitative und quantitative Daten kombiniert. In der qualitativen Forschung wurden ausführliche Interviews und Fokusgruppen durchgeführt. Die Analyse ergab, dass die Erstsemester an den Grenzen des interessenbasierten Selbstverständnisses, der Instabilität der Auswahlkriterien, dem emotionalen Druck aufgrund von Fristen zur Wahl des Studienfachs und einem Bruch in der Erfahrung des Suchens, die nicht zu einer tatsächlichen Wahl führte, litten. Infolgedessen wurden ein organisches, umfassendes Karriereplanungsrahmenwerk und Zugang zu realistischen Informationen als zentrale Bedarfe identifiziert. In der quantitativen Forschung wurden IPA, Borich-Bedarfsermittlung und das Locus for Focus-Modell genutzt. Die Analyse zeigte, dass die Stärkung der Informationssuchfähigkeiten und die Nutzung von Expertenrat zu den obersten Unterstützungsprioritäten gehören sollten. Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass das System der freien Wahl des Studienfachs über die bloße Bereitstellung von Suchmöglichkeiten hinausgeht und ein strukturiertes Unterstützungssystem haben sollte, das sicherstellt, dass die Sucherfahrung der Studierenden zu einer konkreten Wahl des Studienfachs führt. Die Ergebnisse der Studie werden als politische Grunddaten zur Verbesserung der Karriereunterstützungssysteme an Hochschulen und zur Optimierung des Systems der freien Studienfachwahl erwartet.
Yang et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.