In ihrem Vortrag ‚Verschwinden, Auslöschung und das Nichts‘ argumentierte Rocío Zambrana (2023) gegen die Klassifizierung des Kolonialismus als ‚historisches Ereignis der Vergangenheit‘. Für Zambrana ist der Kolonialismus ‚eine Vergangenheit, die in der Gegenwart überlebt‘ durch die ‚Kolonialität‘ von Wissen und Macht (2021). Anhand von Zambranas Gedanken stelle ich in dieser Arbeit dar, wie Kolonialität im philippinischen Bildungssystem überlebt und weiterhin das philippinische Bewusstsein, die sozialen Beziehungen, Regierungspolitiken und politische Arrangements strukturiert. In meiner Diskussion schildere ich, wie koloniale Bildungseinrichtungen auf den Philippinen während der spanischen und amerikanischen Besetzung ihr jeweiliges Versprechen von ‚spiritueller Erlösung‘ und ‚Selbstverwaltung‘ für die Philippinen verraten haben. Stattdessen verstärkten sie Strukturen, die politische und epistemische Unterwürfigkeit gegenüber anglo-europäischer Autorität, Abhängigkeit von ehemaligen imperialen Volkswirtschaften sowie koloniale Formen der Unterdrückung und Ausbeutung ermöglichten. Am Beispiel der Philippinen entwickle ich ein Konzept von (Miss)bildung, das das hervorbringt, was ich als schädliche epistemische Lähmung bezeichne.
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Kelly Louise Rexzy Pascua Agra
University College Dublin
Thesis Eleven
University College Dublin
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Kelly Louise Rexzy Pascua Agra (Di.) hat diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/69fbefef164b5133a91a3fdb — DOI: https://doi.org/10.1177/07255136261444386
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