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Das Papier untersucht den Kontext der ersten Einführung des Konzepts des ‚kulturellen Kapitals‘ in den Analysen der Bildungssoziologie, die in den frühen 1960er Jahren durchgeführt und von Bourdieu in Zusammenarbeit mit Jean-Claude Passeron in ‚Les etudiants et leurs etudes‘ (1964a) und Les Heritiers (1964b) veröffentlicht wurden. Es werden zunächst die kulturellen Kontexte betrachtet, innerhalb derer Bourdieus Denken über Kultur entstand – sowohl in Bezug auf seine sozialen Ursprünge als auch auf seine intellektuelle Ausbildung. Anschließend wird untersucht, inwieweit Bourdieus frühe anthropologische Forschung in Algerien von seinem Wissen über die amerikanische Akkulturationstheorie beeinflusst wurde. Es wird festgestellt, dass Bourdieu versuchte, die Akkulturationstheorie auf eine distinctive Weise zu verwenden – eine, die er zunehmend selbstbewusster formulierte, als er in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren die Beziehung zwischen Handlung und struktureller Erklärung erforschte. Die spezifischen Bildungsforschungen, die die Artikulation des Konzepts des ‚linguistischen‘ oder ‚kulturellen‘ Kapitals anregten, gehörten zu der Zeit, in der Bourdieu gerade erst begann, seine post-strukturalistische Philosophie der sozialwissenschaftlichen Erklärung zu verfeinern. Diese Konzepte jetzt zu verwenden bedeutet, sie reflexiv im Einklang mit Bourdieus späterem Denken einzusetzen, anstatt sie nur oberflächlich so zu betrachten, wie sie ursprünglich in der Zeit entwickelt wurden, in der er und Passeron ‚Lehrlinge‘ in der Forschung waren.
Derek Robbins (Tue,) hat diese Frage untersucht.