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Trotz bedeutender Fortschritte in der Behandlung des multiplen Myeloms, die zu beispiellosen Reaktions- und Überlebensraten geführt haben, relapieren die Patienten weiterhin, und eine Heilung bleibt unerreichbar. Wir schlagen in dieser Übersicht einen Fahrplan vor, um den Traum von der Heilung für multiples Myelom anhand von fünf komplementären Strategien zu verwirklichen. Erstens, das Wissen über die Krankheitsentstehung zu erhöhen, mit einem Fokus auf die Biologie der zirkulierenden Tumorzellen, die für die Dissemination und extramedulläre Erkrankung verantwortlich sind, sowie auf minimale Reste von Krankheitsklonen, die das Reservoir der klonalen Evolution und des Krankheitsrückfalls darstellen. Zweitens, die nicht nachweisbare messbare Restkrankheit (MRD), definiert durch hochsensible Techniken, als neuen Therapieendpunkt zu betrachten. Drittens, die Krankheitsursache anstelle der Symptome durch frühzeitige Erkennung und Intervention zu behandeln. Dadurch könnten wir, indem wir Patienten mit hohem Risiko für schwelendes Myelom frühzeitig behandeln, nicht nur zur Verzögerung des Fortschreitens der Krankheit in eine aktive Form beitragen, sondern auch die Heilungsraten erhöhen. Viertens, das aktivste Schema bei Patienten mit Standardrisiko zu nutzen, wenn eine Heilung in Sicht ist. Fünftens, experimentelle Therapien bei neu diagnostizierten Patienten mit hohem Risiko für multiples Myelom zu untersuchen und frühe Rettungsinterventionsstrategien umzusetzen, mit dem Ziel, alle Tumorklone zu eradizieren und eine negative Residualkrankheit zu erreichen.
Rodríguez‐Otero et al. (Di,) untersuchten diese Frage.