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Zusammenfassung Diese Arbeit untersucht die Ursachen des jüngsten Anstiegs von extrem rechter und rassistischer Gewalt in Westeuropa. Im ersten Teil werden die verfügbaren Daten zur extrem rechten und rassistischen Gewalt in acht westeuropäischen Ländern - Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Schweden, Dänemark und Norwegen - diskutiert. Im Gegensatz zu dem in den Medien dargestellten Bild ist Deutschland kein 'Sonderfall' hinsichtlich der Gewaltintensität. Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Gewaltlevels, aber die Schweiz und Großbritannien sind diesbezüglich etwa vergleichbar. Der zweite Teil der Arbeit versucht, die länderübergreifenden Unterschiede zu erklären, indem zwei theoretische Perspektiven aus der Literatur zu sozialen Bewegungen angewendet werden. Das Beschwerdemodell, das die Ursachen der Gewalt in Beschwerden sieht, die die Hauptzielgruppen der extremen Rechten (Ausländer und Asylsuchende) und allgemeinere Gefühle der Anomie unter den sozial Marginalisierten betreffen, findet in den Daten wenig Unterstützung. Das Chancenmodell, das die Rolle der politischen Eliten bei der Schaffung von Mobilisierungsmöglichkeiten für soziale Bewegungen betont, findet Unterstützung in einer Analyse der Beziehung zwischen der Entwicklung von extrem rechter und rassistischer Gewalt und der politischen Debatte über das Asylrecht in Deutschland. Darüber hinaus zeigt der länderübergreifende Vergleich, dass die Menge an Gewalt auch von der vorherigen Stärke extrem rechter und rassistischer Parteien abhängt. Im Gegensatz zur gängigen Meinung, aber im Einklang mit den aus dem Chancenmodell abgeleiteten Erwartungen, tendiert das Gewaltlevel dazu, niedrig zu sein, wo extrem rechte und rassistische Parteien stark sind, und umgekehrt.
Ruud Koopmans (Sun,) untersuchte diese Frage.
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