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HINTERGRUND: Peer-Support für Menschen mit langfristigen psychischen Gesundheitsproblemen ist zentral für recovery-orientierte Ansätze in der psychiatrischen Versorgung. Peer-Support wurde traditionell offline in persönlichen Gruppen durchgeführt, während Online-Gruppen im Internet schnell zugenommen haben. Offline- und Online-Peer-Support-Gruppen zeigen unterschiedliche Stärken und Schwächen auf. Es ist jedoch wenig darüber bekannt, wie die Kombination der beiden Formate von Dienstnutzern erlebt wird, was dieser Artikel zu beleuchten versucht. METHODEN: In dieser explorativen und beschreibenden Studie wurde ein recovery-orientiertes internetbasiertes Portal namens ReConnect von Dienstnutzern in zwei psychiatrischen Gemeinschaften in Norwegen über 6-12 Monate genutzt. Das Portal enthielt eine Online-Peer-Support-Gruppe, die auch die Teilnahme an lokalen Offline-Peer-Support-Gruppen erleichterte. Beide Gruppenformate wurden von einem angestellten Dienstnutzerberater moderiert. Qualitative Daten über die Erfahrungen der Dienstnutzer wurden durch Fokusgruppen und Einzelinterviews gesammelt und thematisch induktiv analysiert. ERGEBNISSE: Insgesamt nahmen 14 weibliche Dienstnutzer im Alter von 22-67 Jahren mit verschiedenen Diagnosen an drei Fokusgruppen und 10 Einzelinterviews teil. Es wurden zwei Hauptthemen identifiziert: (1) Balance zwischen Anonymität und Offenheit, und (2) Ermöglichung von Verbundenheit. Diese Themen werden weiter illustriert mit den Unterthemen: (i) Dilemmata der Anonymität und Vertraulichkeit, (ii) hin zu Selbstoffenbarung und Offenheit, (iii) neue Freundschaften, und (iv) Netzwerke in der lokalen Gemeinschaft. Drei der Unterthemen beschreiben hauptsächlich Vorteile, während Herausforderungen eher implizit waren und sich über die Unterthemen erstreckten. Identifizierte Herausforderungen standen in Zusammenhang mit Übergängen von Anonymität online zu Offenlegung der eigenen Identität offline, Vertraulichkeit und Barrieren im Zusammenhang mit der Teilnahme an Offline-Peer-Support-Gruppen. FAZIT: Diese Studie legt nahe, dass Online- und Offline-Peer-Support-Gruppen sich gegenseitig ergänzen und dass die Kombination hauptsächlich von Dienstnutzern als vorteilhaft beschrieben wird. Identifizierte Vorteile schienen daraus zu resultieren, dass Dienstnutzer die Wahl zwischen einem Format oder dem anderen hatten oder dass sie Formate auf eine Weise kombinieren konnten, die ihren individuellen Werten und Komfortzonen entsprach. Die Moderation durch einen geschulten Dienstnutzerberater schien für beide Formate unerlässlich zu sein und kann systematisch zur Bewältigung identifizierter Herausforderungen eingesetzt werden. Die Kombination von Online- und Offline-Peer-Support-Gruppen ist ein vielversprechendes Konzept zur Förderung einer recovery-orientierten Versorgung und erfordert weitere Forschung.
Strand et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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