Key points are not available for this paper at this time.
Neue Perspektiven auf Verwundbarkeit unter Verwendung emischer und etischer Ansätze. Das Konzept der Verwundbarkeit wurde aus einer pflegerischen Perspektive theoretisch nicht entwickelt. Es wurde epidemiologisch als bevölkerungsbasierter relatif Risiko betrachtet, wobei die erfahrungsbezogenen Qualitäten wenig Beachtung fanden. Ziel dieses Artikels ist es, den Gebrauch des Begriffs Verwundbarkeit kritisch zu analysieren, wobei Elemente der Begriffsabklärung und eine kritische Literaturübersicht verwendet werden. Eine neue Perspektive auf Verwundbarkeit wird angeboten, die auf der Unterscheidung zwischen den Konzepten Risiko und Erfahrung beruht. Risiko besteht aus Annahmen aus einer etischen oder externen Bewertung relativer Gefahren, während das erlebte Erlebnis eine emische oder persönliche Interpretation informiert. Annahmen, die mit der etischen Ansicht verbunden sind, beinhalten normative soziale Werte, objektiven Schaden und Gefährdung sowie soziale Sanktionen für Interventionen. Eine emische Sicht auf Verwundbarkeit basiert auf der erfahrungsbezogenen Wahrnehmung von Herausforderungen für die persönliche Integrität und der universellen und wechselseitigen Natur des Phänomens. Fragen zur Bewertung von Schaden, Wachstumspotential, Subjektivität und Objektivität, sozialer Sanktion und Handlungsfähigkeit können helfen, die Spannweite zwischen diesen beiden Dimensionen zu klären.
Judith A. Spiers (Mittwoch) hat diese Frage untersucht.