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Der Glaube an eine gerechte Welt, in der Menschen bekommen, was sie verdienen, wurde als Grundlage für eine Vielzahl psychologischer Phänomene postuliert (Lerner, 1965). Eine genaue Untersuchung der Individuenunterschiede zu diesem Glauben hat jedoch wiederholt gezeigt, dass der Glaube an eine gerechte Welt kein eindimensionales Konstrukt ist. Ziel dieser Untersuchung war es, die Konzeptualisierung von ungerechten Weltansichten als eng verwandtes, aber separates Konstrukt zu den gerechten Weltansichten auszuarbeiten. In zwei Studien wurde die Skala der ungerechten Weltansichten (UJVS) entwickelt und deren Zuverlässigkeit und Validität untersucht. Die UJVS zeigte akzeptable Zuverlässigkeit und Validität und erklärte mehr Variabilität in verwandten Ergebnissen als der Glaube an eine gerechte Welt. Darüber hinaus war der Glaube an eine ungerechte Welt mit defensivem Coping, Wut und wahrgenommenem zukünftigen Risiko verbunden. Diese Ergebnisse tragen zur Theoriebildung bei und deuten darauf hin, dass der Glaube an eine ungerechte Welt eine selbstschützende Funktion haben kann. Klinische Implikationen werden besprochen, da ungerechte Weltansichten ebenfalls als potenziell maladaptiv befunden wurden.
Lench et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.
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