Bei unkomplizierter leichter Hypertonie ist das Altern mit einer fortschreitend erhöhten vaskulären Steifheit, aber einem erhaltenen Herzindex und peripherem Widerstand aufgrund kompensatorischer geometrischer und funktioneller Veränderungen assoziiert.
Frühere Studien an normotonen Probanden haben einen leichten Rückgang der Ruhepumpfunktion des linken Ventrikels und der Contractilität der Mittelwand mit dem Alter gezeigt. Wir untersuchten die Beziehungen zwischen Alter, diesen Variablen sowie peripherem Widerstand und vaskulärer Steifheit bei 272 asymptomatischen, nicht medikamentös behandelten Erwachsenen (25 bis 80 Jahre alt) mit unkomplizierter essentieller Hypertonie. Es wurden kardiologische und carotidale Ultraschalluntersuchungen sowie carotidale Druckwellenformen durchgeführt, um die linke Ventrikelgröße, endokardiale und mittelwandige Verkürzung des linken Ventrikels, Schlagindex und Herzindex, end-systolischen Stress sowie Pulsdruck/Schlagindex und Beta, druckabhängige und unabhängige Maße der vaskulären Steifheit zu messen. Endokardialer und mittelwandiger stress-korrigierter Verkürzungsgrad bewerteten die ventrikuläre Leistung. Der Herzindex und der TPRI änderten sich nicht mit dem Alter bei beiden Geschlechtern, wobei altersbedingte Anstiege des systolischen Drucks durch zunehmend konzentrische Ventrikelgeometrie bei Frauen und verbesserte systolische Ventrikelleistung bei Männern ausgeglichen wurden. Im Gegensatz zum Fehlen altersbedingter Veränderungen in traditionellen hämodynamischen Indizes stiegen Pulsdruck/Schlagvolumen und Beta stark mit dem Alter an (P<0,001). Daher ist bei unkomplizierter, relativ leichter essentieller Hypertonie weder der Herzindex noch der periphere Widerstand mit dem Alter assoziiert. Diese hämodynamische Stabilität ist mit der altersbedingten erhöhten Konzentrizität der Ventrikelgeometrie bei Frauen und erhöhten Ventrikelleistungsindizes bei hypertensiven Männern assoziiert. Die vaskuläre Steifheit nimmt mit dem Alter fortschreitend zu, unabhängig von Änderungen des mittleren Drucks oder Widerstands, was möglicherweise zu erhöhten Raten von kardiovaskulären Ereignissen bei älteren Personen beiträgt.
Slotwiner et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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