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HINTERGRUND: Demografische und politische Veränderungen scheinen die Komplexität der Sprechstunden in der Allgemeinmedizin zu erhöhen. ZIEL: Beschreibung der Anzahl und Arten von Problemen, die in Sprechstunden der Allgemeinmedizin besprochen werden, Unterschiede zwischen von Patienten oder Ärzten angesprochenen Problemen und zwischen besprochenen und in den Patientenakten festgehaltenen Problemen. DESIGN UND EINSTELLUNG: Querschnittsstudie basierend auf Videoaufzeichnungen von Sprechstunden in 22 Hausarztpraxen in Bristol und North Somerset. METHODE: Es wurden Sprechstunden zwischen 30 repräsentativen Hausärzten und Erwachsenen, die einen vorab gebuchten Termin zur Tageszeit vereinbart hatten, untersucht. Die wichtigsten Ergebnisparameter waren Anzahl und Arten der besprochenen Probleme und Themen; wer jedes Problem/Thema angesprochen hat; Dauer der Sprechstunde; ob Probleme festgehalten und kodiert wurden. ERGEBNISSE: Von 318 in Frage kommenden Patienten nahmen 229 (72,0 %) teil. Im Durchschnitt wurden in jeder Sprechstunde 2,5 (95 % CI = 2,3 bis 2,6) Probleme besprochen, wobei 41 % der Sprechstunden mindestens drei Probleme umfassten. Zweiundsiebzig Prozent (165/229) der Sprechstunden beinhalteten Probleme in mehreren Krankheitsbereichen. Die durchschnittliche Sprechstundendauer betrug 11,9 Minuten (95 % CI = 11,2 bis 12,6). Die meisten besprochenen Probleme wurden von Patienten angesprochen, aber 43 % (99/229) der Sprechstunden beinhalteten Probleme, die von Ärzten angesprochen wurden. Die Dauer der Sprechstunde erhöhte sich um 2 Minuten pro zusätzliches Problem. Von 562 besprochenen Problemen wurden 81 % (n = 455) in den Notizen festgehalten, aber nur 37 % (n = 206) wurden als Read Coded erfasst. FAZIT: Sprechstunden in der Allgemeinmedizin sind komplexe Begegnungen, die mit mehreren Problemen in einem breiten Spektrum von Krankheitsbereichen in kurzer Zeit umgehen. Zusätzliche Probleme werden sehr kurz behandelt. Hausärzte bringen, wie die Patienten, eine Agenda zu den Sprechstunden mit. Es gibt systematische Verzerrungen bei den Arten von Problemen, die in elektronischen Patientenakten kodiert werden.
Salisbury et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.