Auch wenn seit der COVID-19-Pandemie bereits ein paar Jahre vergangen sind, gibt es bis dato noch keine umfassenden Studien darüber, inwieweit sich die Zeit der Pandemie auf den Technologieeinsatz im Englisch-Unterricht in österreichischen Schulen ausgewirkt hat. Diese Masterarbeit soll die Wissenslücke zum Teil schließen und orientiert sich an der folgenden Forschungsfrage: Wie hat sich die COVID-19-Pandemie auf österreichische Englisch-Lehrer:innen hinsichtlich des Einsatzes digitaler Tools, ihrer Unterrichtsmethoden sowie ihrer Ansichten zur Integration von Technologie im Unterricht ausgewirkt? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde zunächst eine gründliche Literaturrecherche durchgeführt. Es wurde beschrieben, was computergestütztes Sprachenlernen (auf Englisch kurz CALL genannt) ist und wie es sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Außerdem wurden Konzepte wie die Normalisierung von Technologie sowie die digitale Kluft diskutiert, bevor der Blick auf die Vor- und Nachteile des Einsatzes digitaler Tools, konkrete Einsatzbeispiele, Zwecke digitaler Tools (im Sprachunterricht) sowie die Digitalisierung im österreichischen Englisch-Unterricht gerichtet wurde. Schließlich lag ein besonderes Augenmerk auf der Unterscheidung zwischen „Notfall-Fernunterricht“ (auf Englisch emergency remote teaching, kurz ERT) und etablierten Formen der Distanzlehre und des digitalen Lernens. Um den digitalen Englisch-Unterricht während und nach der Pandemie zu untersuchen, wurde eine Mixed-Methods-Studie durchgeführt. 24 österreichische Lehrkräfte der Sekundarstufe I füllten einen Online-Fragebogen aus, und mit fünf Lehrkräften wurden semistrukturierte Interviews geführt. Die Fragebögen wurden hauptsächlich mittels deskriptiver Statistik analysiert, während die Interviews einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen wurden. Sowohl die Ergebnisse des Fragebogens als auch die der Interviews zeigen, dass sich die Pandemie in unterschiedlicher Weise auf den Englisch-Unterricht in Österreich ausgewirkt hat, was auch Ergebnisse vorheriger Studien aus anderen Bildungsbereichen widerspiegelt. Während einige Entwicklungen bezüglich Digitalisierung bundesweit beobachtbar waren, liegt der Einsatz digitaler Tools im Unterricht oft an den individuellen Entscheidungen der Lehrkräfte. Weiters zeigt die Studie, dass manche Lehrer:innen viele Vorteile der Technologie ungenutzt lassen, was auf die Notwendigkeit einer verbesserten, pädagogisch fundierten Aus- und Fortbildung im Bereich CALL hinweist. Auch für zukünftige CALL-Forschung werden Vorschläge unterbreitet.
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Karin Filzmoser
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Karin Filzmoser (Wed,) studied this question.
synapsesocial.com/papers/69a135b0ed1d949a99abfbfd — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80447
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