HINTERGRUND Chronische Alkoholexposition ist ein Hauptfaktor für Alkoholgebrauchsstörungen (AUD), teilweise durch ihre Fähigkeit, maladaptive Plastizität in neuronalen Schaltkreisen zu induzieren, welche Belohnung, Motivation und Affekt regulieren. Erregende Projektionen vom Hippocampus (Hipp) zum Nucleus accumbens (NAc) spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation belohnungsbezogener Verhaltensweisen, und dieser Weg dient als wichtiger Ort zur Etablierung von Assoziationen zwischen belohnenden Stimuli und zugehöriger kontextueller Information. Die Regulierung der Stärke der Hipp-NAc-Synapsen ist entscheidend zur Unterstützung dieser Verhaltensweisen, und abweichende Hipp-NAc-Plastizität wird mit Anhedonie und gestörtem Belohnungslernen assoziiert. METHODEN Um akute Ethanolwirkungen zu untersuchen, verwendeten wir Whole-Cell-Elektrophysiologie zur Aufzeichnung der Hipp-NAc-Synaptischen Plastizität in akuten Hirnschnitten in Anwesenheit oder Abwesenheit von 50mM Ethanol. Um die Effekte chronischer Ethanolverabreichung zu prüfen, wurden Mäuse einem 3-wöchigen chronisch intermittierenden Ethanol(CIE)-Paradigma mit Ethanol-Dampf ausgesetzt. Schnitte von ethanol- und luft-exponierten Mäusen wurden zur Whole-Cell-Elektrophysiologie verwendet, um Hipp-NAc-Synaptische Plastizität aufzuzeichnen. ERGEBNISSE Wir zeigen hier, dass die akute Ethanolapplikation auf ex vivo Hirnschnitte die Langzeitpotenzierung (LTP) an Hipp-NAc-Synapsen verhindert, ohne die präsynaptische Freisetzungswahrscheinlichkeit zu verändern. Weiterhin hebt chronische intermittierende Ethanol-Exposition die LTP an diesen Synapsen auf, selbst während der Abstinenz, was auf anhaltende synaptische Funktionsstörungen hinweist. SCHLUSSFOLGERUNGEN Zusammen zeigen unsere Ergebnisse, dass Ethanol unmittelbare und langanhaltende Effekte auf die Hipp-NAc-Plastizität hat. Angesichts der Verhaltensrelevanz dieser Synapsen hat diese Arbeit wichtige Implikationen für die Mechanismen, die ethanolabhängige Effekte auf die Belohnungsverarbeitung und negative affektive Zustände bei AUD zugrunde liegen.
Copenhaver et al. (Di,) untersuchten diese Fragestellung.
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