Zusammenfassung Mesenchymale Stamm-/Stromazellen (MSCs) besitzen erhebliches Potenzial in der regenerativen Medizin, aufgrund ihrer inhärenten Fähigkeit zur standortspezifischen Ansiedlung in entzündlichen Regionen, vielfältigen Differenzierungsfähigkeiten und immunmodulatorischen Funktionen. Tumoren stellen eine erhebliche Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar, und therapeutische Optionen bleiben begrenzt. Die inhärente Fähigkeit der MSCs, zu Tumorstellen zu migrieren, wird in der Krebsbehandlung umfassend genutzt. Dennoch zeigen MSCs mehrdeutige Effekte auf Tumoren und tragen durch transdifferenzielle Umwandlung in verschiedene Stromazelltypen zum Tumormikroumfeld bei. Tumor-assoziierte MSCs (TA-MSCs), die aus verschiedenen Tumorgeweben stammen, wurden aufgrund ihrer Rolle bei der Förderung des Tumorwachstums identifiziert, indem sie mit Tumorzellen und anderen stromalen Komponenten interagieren. Als integrale Bestandteile des Tumorstroma bieten TA-MSCs eine neuartige Perspektive zur Aufklärung der Mechanismen, die der Malignität zugrunde liegen. Diese Übersicht verbessert unser Verständnis von TA-MSCs in soliden Tumoren, indem sie Beweise über ihre Existenz, Unterschiede zu normalen MSCs, Heterogenität und Rollen bei der Tumorinitiierung und -progression zusammenfasst. Darüber hinaus hebt diese Übersicht die potenziellen klinischen Implikationen von TA-MSCs für die Tumordiagnose, die Prognosevorhersage und die Therapie hervor.
Sun et al. (Do.) untersuchten diese Frage.