Zusammenfassung Das Konsumverhalten trägt erheblich zur Umweltzerstörung bei, was die Notwendigkeit unterstreicht, Konsummuster zu verstehen, um nachhaltige Politiken zu informieren. Trotz des zunehmenden Interesses fehlt es noch an einem nuancierten Verständnis des Konsums. Erstens haben die meisten Studien untersucht, wie Faktoren wie der sozioökonomische Status (SES) isolierte Konsumverhalten beeinflussen, wobei der kumulative, bereichsübergreifende Einfluss des Konsums übersehen wird. Zweitens ist SES ein weithin anerkanntes und untersuchtes Prädiktor für den Konsum, jedoch ist weniger bekannt, ob die Effekte der SES-Komponenten (Einkommen, Bildung) unterschiedlich sind und ob sie interagieren. Um diese Lücken zu überwinden, verwendeten wir Mikrodaten von Statistics Netherlands und gruppierten Haushalte basierend auf ihren Ausgaben für Mode, Lebensmittel, Transport, Wasser und Energie mittels Latent Profile Analysis. Fünf Untergruppen wurden identifiziert: Niedrigverbraucher, Hochverbraucher, nomadische Kompensatoren, lokal orientierte Feinschmecker und durchschnittliche Verbraucher. Höher gebildete Haushalte haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, „nomadische Kompensatoren“ und „durchschnittliche Verbraucher“ zu sein, und eine geringere Wahrscheinlichkeit, „lokal orientierte Feinschmecker“ zu sein. Haushalte mit höherem Einkommen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, „lokal orientierte Feinschmecker“ zu sein. Für andere Profile sind die Effekte von Einkommen und Bildung voneinander abhängig. Haushalte mit niedrigerem Einkommen oder niedrigerer Bildung sind eher „Niedrigverbraucher“, während Haushalte mit höherem Einkommen oder höherer Bildung eher „Hochverbraucher“ sind. Unter Haushalten mit niedrigeren Bildungsniveaus erhöht ein höheres Einkommen die Wahrscheinlichkeit, zu den „Hochverbrauchern“ zu gehören, während ein niedrigeres Einkommen die Wahrscheinlichkeit erhöht, zu den „Niedrigverbrauchern“ zu gehören. Bei hohen Einkommensniveaus verschwinden diese Unterschiede jedoch. Unsere Ergebnisse heben die Bedeutung eines personenzentrierten Rahmens beim Verständnis des Konsums hervor.
Pang et al. (Do,) untersuchten diese Frage.
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