Ein Kolobom ist eine angeborene Anomalie, die durch einen Defekt in einer oder mehreren Strukturen des Auges gekennzeichnet ist. Es resultiert aus einem Versagen beim Verschluss der kolobomatösen Spalte, die typischerweise zwischen der 5. und 7. Woche der embryonalen Entwicklung auftritt. Wir präsentieren den Fall eines 19-jährigen Patienten aus einer nicht verwandtschaftlichen Ehe, ohne bemerkenswerte pathologische Vorgeschichte, der wegen einer fortschreitenden Abnahme der beidseitigen Sehschärfe konsultierte. Die Untersuchung mit einer Spaltlampe und Funduskopie zeigte einen beidseitigen Iris- und chorioretinalen Kolobom in beiden Augen. Eine gründliche körperliche Untersuchung wurde durchgeführt, um andere assoziierte Malformationen auszuschließen, und sie ergab normale Ergebnisse. Eine regelmäßige ophthalmologische Überwachung ist notwendig, um das Risiko einer Netzhautablösung, der Hauptkomplikation, die mit einem Kolobom verbunden ist, zu erkennen. Es ist auch wichtig, die Möglichkeit einer systemischen Beteiligung zu bewerten, die ernsthafte Auswirkungen auf die Gesamtprognose haben kann.
Ghallab et al. (Thu.) haben diese Frage untersucht.
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