Die Arbeit behandelt die kurze osmanische Sufi-Abhandlung Asrār-nāma, die in dem handgeschriebenen madjmūʻa (Sammlung von Werken) aus dem 18. Jahrhundert enthalten ist, das in der Wissenschaftlichen Bibliothek der SPbU aufbewahrt wird (Signatur Ms.O. 701). Die traditionelle Zuschreibung des Werkes an den Naqshbandī Shaykh ʻAbd Allāh Ilāhī (gest. 1491) erscheint sehr zweifelhaft. Der Autor der Abhandlung war stark von Ibn al-‘Arabīs Doktrin der "Einheit des Seins" (waḥdat al-wudjūd) beeinflusst, die in dem Werk vereinfacht dargestellt wird. Einige Details des im Traktat beschriebenen Sufi-Weges deuten darauf hin, dass sein Autor auch mit der Lehre der Khalwatiyya-Bruderschaft vertraut war. Der Artikel gibt eine allgemeine Beschreibung der Handschrift, eine Übersicht über die Inhalte von Asrār-nāma sowie kurze Charakterisierungen der ersten drei Texte, die in der madjmūʻa gesammelt sind.
Timur Slesarev (Mo.) untersuchte diese Frage.