Rechtsextreme politische Parteien sind ein integraler Bestandteil der breiteren rechtsextremen Landschaft weltweit. Während diese Parteien umfangreiche wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten haben, ist weniger bekannt, wie sie im weiteren rechtsextremen Milieu wahrgenommen werden – eine Beziehung mit erheblichen Implikationen für das Verständnis der Dynamik zwischen Bewegung und Partei in zeitgenössischen Demokratien. Dieser Artikel untersucht die Beziehung zwischen rechtsextremen politischen Parteien und dem Non-Party-Sektor durch einen Mixed-Methods-Ansatz, der eine Analyse der Schlagwortfrequenz, eine Sentimentanalyse und eine qualitative Inhaltsanalyse kombiniert. Anhand von großflächigen Datensätzen aus Telegram, X (ehemals Twitter), 8kun und rechtsextremen alternativen Medien in Australien untersuchen wir zwei zentrale Forschungsfragen: Wie nimmt der Non-Party-Sektor rechtsextreme Parteien und Politiker wahr? Und welche Rolle spielen diese Parteien im weiteren rechtsextremen Ökosystem? Unsere Ergebnisse offenbaren eine komplexe und oft widersprüchliche Beziehung, wobei Non-Party-Akteure Ansichten äußern, die tiefere ideologische, organisatorische und strategische Spaltungen innerhalb rechtsextremer Bewegungen widerspiegeln. Diese Muster bedingter Unterstützung, strategischer Anpassung und ideologischer Spannungen bieten Einblicke, die über Australien hinaus anwendbar sind und zum theoretischen Verständnis beitragen, wie außerparlamentarische Akteure die Wahlpolitik in demokratischen Kontexten bewerten.
Richards et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.