Diese Studie untersucht, wie Fachkräfte in grenzüberschreitenden digitalen Rollen kohärente berufliche Identitäten konstruieren und aufrechterhalten, während sie sich durch ethisch zweideutige Situationen navigieren. Basierend auf einer Mixed-Methods-Studie, die Interviews (n=47), Experience Sampling (n=32) und Vignettenexperimente (n=128) mit KI-Ethispezialisten, Content-Moderatoren und Fachleuten für Plattform-Governance kombiniert, identifiziere ich drei Identitätsorientierungsstrategien – Verankerung, Hybridisierung und Pionierarbeit – die die emotionale Regulierung und ethische Entscheidungsfindung erheblich beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass effektive ethische Navigation in "Grauzonen" von emotionaler Raffinesse abhängt: die Integration emotionaler Reaktionen als wertvolle Informationen in die ethische Überlegung. Das vorgeschlagene Modell der "ethischen Identitätsarbeit" konzeptioniert die Konstruktion der beruflichen Identität als einen fortlaufenden Prozess, der die Integration des beruflichen Selbstkonzepts, emotionaler Intelligenz und kontextueller ethischer Überlegungen erfordert. Diese Forschung leistet theoretische Beiträge an der Schnittstelle von beruflicher Identität, emotionaler Regulierung und ethischer Entscheidungsfindung und bietet praktische Implikationen für Organisationen, die Fachkräfte in aufkommenden digitalen Rollen unterstützen.
Jonathan Westover (Thu,) untersuchte diese Frage.