Basierend auf Beobachtungen und Interviews mit Personen, die zum Zeitpunkt des Todes anwesend waren, beschreibt dieser Artikel die verschiedenen Phasen des Prozesses der assistierten Suizid in zwei Schweizer Fällen, von der Vorbereitung bis zu medizinisch-rechtlichen Verfahren nach dem Tod. Im Verlauf dieses Prozesses sahen sich Angehörige und Fachleute mit drei Hauptherausforderungen konfrontiert: der Unsicherheit beim Mitgestalten des Prozesses, dem Umgang mit Emotionen und den moralischen und sozialen Komplexitäten des assistierten Suizids. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erfahrung emotional belastend war und intensivere Emotionen hervorrief als erwartet, aufgrund der moralischen und sozialen Komplexität des Aktes, des Mangels an externer Unterstützung oder der Tatsache, dass das Zurückstellen eigener Gefühle vor und während des Prozesses zu verzögerten Reaktionen später führte. Familien und Fachkräfte sollten interdisziplinäre, maßgeschneiderte psychosoziale Unterstützung erhalten, und Fachleute sollten eine angemessene Schulung durchlaufen.
Dransart et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.