Hintergrund/Ziele: Die Aufrechterhaltung einer angemessenen Mundhygiene ist für Personen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) aufgrund von sensorischen Empfindlichkeiten, Kommunikationsschwierigkeiten und Angst besonders herausfordernd. Traditionelle Methoden der Mundhygieneerziehung könnten für diese Bevölkerungsgruppe ineffektiv sein, was innovative Lösungen erfordert. Diese Studie bewertet die Wirksamkeit eines Bildungsprogramms auf Basis virtueller Realität (VR) zur Verbesserung der Mundhygienepraktiken zu Hause bei Kindern und Jugendlichen mit ASS. Methoden: Vierundsechzig Kinder mit ASS (Stufe 1) wurden rekrutiert und in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 erhielt traditionelle Mundhygieneerziehung, während Gruppe 2 eine VR-basierte Intervention mit einem virtuellen Badezimmer zu Hause und einem Avatar, der korrekte Putz- und Zahnseide-Techniken demonstrierte, nutzte. Die Intervention dauerte acht Wochen und umfasste zwei einstündige Sitzungen pro Woche. Das Oral Health Assessment Tool (OHAT) wurde verwendet, um den Mundhygienestatus vor und nach der Intervention zu bewerten. Ein unpaariger t-Test verglich die Ergebnisse zwischen den Gruppen. Ergebnisse: Beide Gruppen zeigten Verbesserungen in der Mundhygiene, jedoch wies die VR-Interventionsgruppe eine signifikant größere Reduktion der OHAT-Werte im Vergleich zur traditionellen Bildungsgruppe auf (p < 0,001) aufgrund einer größeren Verbesserung der Mundgesundheit. Der VR-basierte Ansatz erhöhte das Engagement und die Einhaltung von Mundhygieneroutinen, was besonders Kindern mit ASS zugutekam, die mit konventionellen Methoden Schwierigkeiten haben. Fazit: Die VR-basierte Bildung scheint ein vielversprechendes Werkzeug zur Verbesserung der Mundhygienegewohnheiten bei Kindern mit ASS zu sein, indem sie ein interaktives und immersives Lernerlebnis bietet. Zukünftige Forschungen sollten die langfristige Einhaltung und die breitere Anwendung von VR in der Gesundheitsbildung untersuchen.
Fallea et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.