Hintergrund Glioblastom (GBM) ist der häufigste und aggressivste primäre bösartige Tumor des zentralen Nervensystems bei Erwachsenen. Trotz multimodaler Therapie bleibt die Prognose schlecht, mit einer mittleren Überlebenszeit von 14–16 Monaten. Während seltene genetische Syndrome und frühere craniale Bestrahlung in Zusammenhang gebracht wurden, bleiben definitive Umwelt- oder biologische Risikofaktoren für GBM unklar. Methoden In dieser retrospektiven Studie analysierten wir Daten von 94 Patienten mit pathologisch bestätigtem GBM und 94 passenden Nicht-Tumor-Kontrollen, die zwischen 2016 und 2023 an der Guangdong Academy of Medical Sciences behandelt wurden. Univariate und multivariate logistische Regressionsanalysen wurden durchgeführt, um unabhängige Risikofaktoren zu identifizieren, die anschließend zur Konstruktion eines prognostischen Nomogramms verwendet wurden. Die Modellleistung wurde unter Verwendung des Konkordanzindex (C-Index), von Receiver Operating Characteristic (ROC)-Kurven und Kalibrierungsdiagrammen in beiden Trainings- und Validierungsgruppen bewertet. Ergebnisse Sechs unabhängige Risikofaktoren wurden identifiziert: Serumchlorid (Cl), Magnesium (Mg), hochdichtes Lipoproteincholesterin (HDL-C), Harnsäure (UA), Eosinophilenanzahl und Basophilenanzahl. Ein neuartiges Nomogramm, das diese Faktoren integriert, zeigte eine starke prädiktive Fähigkeit mit einem C-Index von 0,871. Schlussfolgerungen Wir präsentieren ein validiertes, blutbasiertes Nomogramm zur Risikoabschätzung von GBM mit hoher diskriminierender Fähigkeit. Dieses Modell kann Klinikern bei der frühzeitigen Identifizierung und personalisierten Behandlung von Hochrisikopatienten helfen.
Wu et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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