Die visuelle Perspektive im episodischen Gedächtnis und im Zukunftsdenken wird konventionell als ein eindimensionales Konstrukt behandelt, wobei die Ich- und die Er/Sie-Perspektive an zwei Polen eines Kontinuums stehen. Bei Gelegenheit schreiben Individuen oft beiden Perspektiven ihre Vorstellung eines einzelnen Ereignisses zu. In der vorliegenden Studie fanden wir heraus, dass "Dual-Perspektiven"-Vorstellungen (die den Wechsel zwischen Ich- und Er/Sie-Perspektive beinhalten) leicht häufiger vorkommen als Er/Sie-Perspektiven und mit höheren selbstberichteten Bewertungen der Zentralität (Bedeutung in der Lebensgeschichte eines Individuums) und emotionalen Intensität verbunden sind als andere Perspektivenkategorien. Darüber hinaus war duale Perspektivvorstellung mit dissoziativen Erfahrungen korreliert, aber nicht mit selbstberichteten Gedächtnis- und Prospektionsfähigkeiten. Wir schlagen vor, basierend auf anderen bekannten Korrelaten der Dissoziation (wie Tagträumen und Absorption), dass der Wechsel zwischen Ich- und Er/Sie-Perspektiven auf elaborativer Verarbeitung und tiefere Auseinandersetzung mit imaginierten zukünftigen Ereignissen hindeuten könnte.
Kinley et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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