Körperliche Aktivität ist entscheidend für die Gesundheit, doch Personen mit Sehbehinderungen stoßen in herkömmlichen Fitnessumgebungen auf Barrieren. Diese Studie hatte zum Ziel, die Wahrnehmungen und gelebten Erfahrungen von Übenden mit Sehbehinderungen (EVI) zu verstehen, die an einem angepassten Gruppenübungsprogramm (AGEP) teilgenommen haben, und die wahrgenommenen Barrieren und Förderfaktoren für die Teilnahme an Bewegung unter EVI sowohl in AGEP- als auch in nicht-AGEP-Umgebungen zu identifizieren. Die thematische Analyse von Fokusgruppeninterviews mit neun EVI identifizierte vier Themen; dabei beschrieben die Teilnehmer sinnvolle Förderfaktoren in AGEP (d.h. zugängliche Anleitung, zugängliche Unterstützung und Sozialisierung). Sie berichteten jedoch auch von Barrieren sowohl in nicht-AGEP- (d.h. unzugängliche Anleitung, Ausschluss von Aktivitäten) als auch in AGEP- (d.h. ungeschultes Unterstützungs-Personal) Umgebungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für eine Zusammenarbeit zwischen EVI und Programmpersonal, um unterstützende Bewegungsumgebungen sowohl in AGEP- als auch in nicht-AGEP-Umgebungen zu schaffen. Zukünftige Forschung könnte darauf abzielen, diesen Koproduktionsprozess zu erkunden, um eine größere Inklusivität für EVI zu fördern.
Sim et al. (Mittw,) untersuchten diese Frage.