Die Verwandtschaftsterminologie spiegelt kulturelle Werte und Weltanschauungen wider, doch vergleichende Studien zwischen den koreanischen und usbekischen Sprachen sind begrenzt. Diese Forschung klassifiziert und vergleicht die semantischen Typen von Verwandtschaftsbegriffen in beiden Sprachen durch vergleichende-semantische und komponentenanalytische Methoden unter Verwendung von Wörterbuchquellen, ethnographischen Texten und folkloristischen Materialien. Während beide Sprachen grundlegende Verwandtschaftskonzepte teilen, zeigen sie unterschiedliche Muster der semantischen Organisation. Das Koreanische zeigt feine Unterscheidungen mit 172 Begriffen, die elaborierte hierarchische Systeme widerspiegeln, die konfuzianische Werte, einschließlich der Sensibilität für das Geschlecht des Sprechers und systematische Formalitätslevels, beinhalten. Das Usbekische demonstriert eine breitere kategorische Abdeckung mit 132 Begriffen, die die Gemeinschaftsintegration und islamische Traditionen betonen. Das Koreanische verwendet hierarchische Präzision, um multiple Beziehungsmuster gleichzeitig zu kodieren, während das Usbekische integrative Flexibilität nutzt, um soziale Funktionen über kategoriale Unterschiede zu priorisieren. Die Analyse bestätigt, dass die Verwandtschaftsterminologie als kultureller Code fungiert, bei dem der linguistische Ausdruck durch religiöse, philosophische und soziale Traditionen geformt wird, anstatt nur durch universelle biologische Kategorien.
Musaev Farhod Mansurovich (Fr.) hat diese Frage untersucht.