Das Olive Quick Decline Syndrom (OQDS), verursacht durch das Bakterium Xylella fastidiosa, Subsp. pauca, hat seit 2013 die Olivenhaine in der Apulien-Region Italiens verwüstet. Trotz bedeutender wissenschaftlicher Fortschritte bleibt eine Lösung schwer fassbar. Diese Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Nährstoffstatus von Olivenbäumen und der Schwere des OQDS und hatte zum Ziel, potenzielle Milderungsstrategien aufzudecken. Wir analysierten die Nährstoffprofile von Blättern von Olivenbäumen in natürlich infizierten Gebieten und kategorisierten sie als asymptomatisch (AS), mild symptomatisch (MS) oder schwer symptomatisch (SS). Deutliche Nährstoffunterschiede wurden zwischen diesen Gruppen beobachtet. Die Integration univariater statistischer Analysen, hierarchischer Clusterbildung und Hauptkomponentenanalyse (PCA) offenbarte eine komplexe Beziehung zwischen dem Nährstoffstatus der Pflanzen und dem Krankheitsverlauf. Bemerkenswerterweise hoben die PCA-Ergebnisse die Bedeutung des Schwefelstoffwechsels hervor und deuteten auf dessen Rolle in den Abwehrmechanismen und metabolischen Reaktionen der Olivenbäume gegenüber OQDS hin. Diese Ergebnisse bieten vielversprechende Hinweise mit potenzieller Anwendung zur Bewältigung von OQDS, und die Frage, ob der Nährstoffstatus der Pflanzen eine Rolle bei der Entwicklung von OQDS-Symptomen spielt, verdient eine tiefere eingehende Untersuchung.
Balestra et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.