Der Artikel untersucht die Herausforderung, die Nachhaltigkeit von Tourismusdestinationen in Georgien durch die Entwicklung eines Indikatorsystems zu messen, das das wirtschaftliche Wachstum der Branche mit der Erhaltung des natürlichen und kulturellen Kapitals in Einklang bringt. Die rasche Erholung des Tourismus nach der Pandemie erhöht die Relevanz des Themas, des erheblichen Beitrags des Sektors zum BIP des Landes und der zunehmenden Belastungen für Ökosysteme und soziale Strukturen — Belastungen, die die nationale Politik zwingen, ein Gleichgewicht zwischen Rentabilität und der Erhaltung der Ressourcenbasis zu suchen. Ziel der Studie ist es, internationale Rahmenbedingungen—UNWTO SF-MST, ETIS und GSTC-D v2.0—im georgischen Kontext zu systematisieren und anzupassen, um ein Modell von Indikatoren in vier Bereichen zu erstellen: Umwelt, sozio-kulturell, wirtschaftlich und innovations-technologisch. Die Neuheit der Arbeit besteht darin, GEOSTAT- und GNTA-Statistiken, Unternehmens-ESG-Berichterstattung, crowdsourced Monitoring und Daten zur kulturellen Diplomatie und smartem Tourismus zu kombinieren, die zusammen eine integrierte Methodik zur Bewertung der Nachhaltigkeit ermöglichen. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass die Nachhaltigkeit des Tourismus in Georgien nicht durch losgelöste Kennzahlen gemessen werden kann. Nur die gleichzeitige Anwendung von Indikatoren zu Wasser- und CO2-Fußabdrücken, Abfallrecycling, Struktur der Tourismusausgaben, dem Beitrag von kleinen Unternehmen, den Wahrnehmungen von Einheimischen und digitaler Innovation kann ein adäquates Bild schaffen. Diese Ergebnisse rücken verteilte Überwachungstechnologien und nationale digitale Plattformen in den Vordergrund, um die soziale Legitimität des Tourismus zu bewahren und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu schützen. Der Artikel wird Forschern im Bereich nachhaltiger Tourismus, politischen Entscheidungsträgern, regionalen Verwaltungen und Stakeholdern der Tourismusbranche, die an der praktischen Anpassung globaler Indikatorsysteme an nationale und lokale Gegebenheiten interessiert sind, hilfreich sein.
Ekaterine Jikidze (Do,) hat diese Frage untersucht.