Im 21. Jahrhundert sind Sportarten zu einem Schlüsselwerkzeug der weichen Macht geworden, wobei Begriffe wie "Sportswashing" golfstaatliche Akteure wie Katar und Saudi-Arabien dafür kritisieren, mega Sportevents (MSEs) zu nutzen, um ihren Ruf global zu verbessern. Dieses Papier hinterfragt dominante Narrative und untersucht ihre unterschiedlichen Sportstrategien: Doha integriert Sport in seine Nationale Vision 2030, um wirtschaftliche Diversifizierung und moderne islamische Identität, die westlichen Normen widerspricht, zu fördern, was durch die breite internationale Unterstützung für die FIFA-Weltmeisterschaft verdeutlicht wird; Riad nutzt Sport, um regionale Führungsansprüche zu untermauern und innere Reformen im Rahmen seiner Vision 2030 zu unterstützen, was den Aufruf von Kronprinz Mohammed bin Salman zu einem "modernen Islam, offen für die Welt" widerspiegelt. Die Studie argumentiert, dass die vorherrschenden Rahmenbedingungen des Globalen Nordens wie weiche Macht und Sportswashing die politischen und kulturellen Komplexitäten der Sportdiplomatie im Golfraum unzureichend erfassen. Das Papier stützt sich auf nicht-westliche geoeconomische Perspektiven und bietet auch Raum für Denker wie Kautilya und Ibn Khaldun, die epistemische Vorurteile in den internationalen Beziehungen kritisieren und sich für ein pluralistisches, kontextsensitives Verständnis einsetzen, das die Sportdiplomatie im Golfraum als kulturell fundierte Behauptung der Handlungsfähigkeit des Globalen Südens in der Gestaltung globaler Narrative erkennt.
Nagapushpa Devendra (Do,) hat diese Frage untersucht.