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Die sogenannte nonhuman Wende spielt eine große Rolle in den theoretischen Überlegungen zum Anthropozän. Diese breite Denkrichtung umfasst zeitgenössische nicht-anthropozentrische Schulen des Denkens wie die Actor-Network-Theory (ANT), die Object-Oriented Ontology (OOO) und den Posthumanismus. Diese verschiedenen soziologischen und philosophischen Richtungen haben eines gemeinsam: die Ablehnung und Transzendenz des Anthropozentrismus sowie eine neue Sensibilität für die heterogene, irreduzible und multiple Natur der Realität. Die Offenheit für post-anthropozentrische Perspektiven ist ein allgemeines Merkmal von Autoren, die heute in der Anthropozän-Theorie arbeiten. Der Posthumanismus, während er den Menschen dezentriert und dekonstruiert, ist auch dem Ästhetischen der Unsicherheit, der Angst und sogar des Horrors verpflichtet. Simon C. Estok zeigt in seinem äußerst wichtigen Artikel „Theorising the EcoGothic“, dass philosophisches Denken während der ökologischen Krise unbekanntes Terrain durchqueren muss und gleichzeitig die dunkleren Aspekte sozial-kultureller Konstrukte betont. Der Posthumanismus muss in gewisser Weise auf das Unvorstellbare vorbereiten, wie Stefan Herbrechter sagt. Das Anthropozän stellt eine Öffnung zu dem dar, was Nick Land „Outsideness“ nennt. Eine zukünftige Bedingung „nach“ dem Menschen kann als eine Bedingung verstanden werden, die auf eine dunkle, monströse, bedrohliche oder, mit einem Wort, hybride Zukunft über jegliche anthropische Maßstäbe hinaus öffnet.
M. A. Horvath (2024) untersuchte diese Frage.
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