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Zusammenfassung Die episkopale Mission des Engländers John Bale nach Irland im Jahr 1553 bietet Historikern ein einzigartiges Fenster in die miteinander verflochtenen britischen und irischen Geschichte der frühen englischen Reformation. Die Forschung zu Bale hat sich lange mit seinem Leben und seiner Theologie in allen europäischen Wirkungsstätten der Reformation, an denen er beteiligt war, beschäftigt. Dennoch bleiben zentrale Merkmale seiner Mission und Theologie unterschätzt. Aufbauend auf jüngeren Arbeiten, die Bales irische Mission und Ekklesiologie im Kontext der imperialen Perspektive des edwardianischen Regimes und der Reformation verortet haben, untersucht der Artikel Bales Mission vor dem Hintergrund der englischen evangelikalen und kontinentalprotestantischen politischen Theologie, in der er lebte, sowie das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung von henrikanischen und edwardianischen ‚reformistischen‘ Kräften in Irland. Er argumentiert, dass Bale unter den Bedingungen der englischen Kolonialherrschaft und des Imperiums in Irland eine politische Theologie zum Ausdruck brachte, die aufgrund der Umstände und Implikationen imperial war und seine geistliche Berufung, die am Vorbild Christi orientiert war, zu einem Behälter für göttliche und fürstliche Souveränität machte, welcher rivalisierende Auffassungen königlicher Autorität, Götzendienstes und anglo-irischer konstitutioneller Beziehungen gegeneinander stellte. Evangelikale politische Theologie erhielt somit auf beiden Seiten der Irischen See unterschiedliche Ausprägungen, was wichtige Implikationen für unser Verständnis der frühen englischen Reformation in England und Irland hat.
James W. LeDuc (Mon,) untersuchte diese Frage.