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Hintergrund: Das Phänotyp der essentiellen Hypertension ergibt sich aus dem Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Faktoren. Der Einfluss von Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Alkoholkonsum, Tabakkonsum, Ernährung und Aktivitätsmustern auf den Blutdruck (BP) ist gut etabliert. Darüber hinaus sind polygenetische Risikoscores für BP-Eigenschaften mit klinisch signifikanten phänotypischen Variationen assoziiert. Interaktionen zwischen genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren in Bezug auf Morbidität und Mortalität bei Hypertonie sind jedoch schlecht charakterisiert. Methoden und Ergebnisse: Wir verwendeten Genotyp- und Phänotyp-Daten von bis zu 49.234 Teilnehmern der HUNT (Trøndelag Health Study), um Gen-Umwelt-Interaktionen zwischen genomweiten polygenetischen Risikoscores für systolischen BP und diastolischen BP sowie 125 Umweltfaktoren zu modellieren. Von den 125 bewerteten Umweltfaktoren waren 108 und 100 unabhängig mit SBP bzw. DBP assoziiert. Davon wurden 12 Interaktionen für genomweite PRSs für systolischen BP und 4 für genomweite polygenetische Risikoscores für diastolischen BP identifiziert, von denen 2 überlappend waren (P < 2 × 10 −4). Wir fanden Hinweise auf einen genabhängigen Einfluss von Lebensstilfaktoren wie kardiopulmonaler Fitness, Ernährungsgewohnheiten und Tabakexposition sowie von Biomarkern wie Serumcholesterin, Kreatinin und alkalischer Phosphatase auf den BP. Schlussfolgerungen: Personen, die genetisch anfällig für hohen BP sind, könnten anfälliger für häufige erworbene Risikofaktoren für Hypertonie sein, aber diese Effekte scheinen modifizierbar zu sein. Der genabhängige Einfluss mehrerer häufiger erworbener Risikofaktoren zeigt das Potenzial genetischer Daten kombiniert mit Lebensstilbewertungen in der Risikostratifizierung sowie in der gen-umweltinformierten Risikomodellierung zur Prävention und Behandlung von Hypertonie an.
Øvretveit et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.