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Zusammenfassung Die vollständige chirurgische Resektion von differenziertem papillärem Schilddrüsenkrebs (PTC) ist mit einer ausgezeichneten Prognose verbunden. Für lokal invasiven PTC steigen jedoch krankheitsspezifische Morbidität und Mortalität, wenn eine mikroskopisch negative Resektion (R0) oder eine vollständige makroskopische Resektion (R1) nicht möglich ist. Neoadjuvantes Dabrafenib und Trametinib (DT), das bei BRAF V600E-positivem, nicht resektablem anaplastischen Schilddrüsenkrebs eingesetzt wird, hat R0- oder R1-Resektion ermöglicht und die Überlebensraten verbessert. Wir zeigen die Machbarkeit der Verwendung von neoadjuvantem DT bei einem Patienten mit BRAF V600E und TERT-mutiertem PTC, bei dem die R0/R1-Resektion aufgrund vorhergesagter inakzeptabler Morbidität zunächst abgebrochen wurde. Der Patient wurde 5 Monate lang mit neoadjuvantem DT behandelt, zu diesem Zeitpunkt war die Erkrankung bildgebend nicht nachweisbar, mit nahezu aufgelösten Befunden in der finalen Pathologie; eine anschließende rasche Rückkehr trat jedoch nach Absetzung des neoadjuvanten DT auf. Neoadjuvantes DT verspricht in zukünftigen Kohorten von Patienten mit lokal invasivem BRAF V600E und TERT-mutiertem PTC, bei denen eine neoadjuvante Therapie die chirurgische Morbidität reduzieren kann und dennoch R0/R1-Resektionen ermöglicht.
Bapat et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.
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