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Diese Forschung untersucht das Konzept der Authentizität in der Transkription. Es wird auf Béla Bartóks Sechs Tänze im bulgarischen Rhythmus, Bewegungen eins, zwei und fünf angewendet. Durch die Priorisierung unterschiedlicher Aspekte wird das Gesamterscheinungsbild der Transkription geprägt. Beispiele für diese Aspekte sind die klanglichen Möglichkeiten der gewählten oder originalen Instrumentierung, der allgemeine Stil des Komponisten und des Stücks, der eigene musikalische Kontext, die technischen Fähigkeiten der Spieler... All diese Aspekte könnten als eine Form von Authentizität angesehen werden. Das erste Kapitel erörtert das Konzept und diskutiert Methoden der Transkription. Das zweite Kapitel analysiert die Geschichte der klassischen Gitarre, einschließlich ihrer Transkriptionen. Die Suche der Gitarre nach einem Platz im klassischen Mainstream hat Gitarristen über die Jahrhunderte hinweg ermutigt, Transkriptionen zu schreiben. Im Laufe der Geschichte hat sich das Konzept der Authentizität in diesen Transkriptionen verändert. Das abschließende Kapitel beschreibt den gesamten Prozess der Transkription, von den Absichten hinter der Auswahl des Stücks bis zu den Hindernissen und Dilemmata, die während des Prozesses auftraten. Es zeigt, dass der Transkriptionsprozess ebenso wichtig ist wie die individuelle Praxis und die Proben. Sie wechseln sich ab und beeinflussen einander. Die Sechs Tänze im bulgarischen Rhythmus hatten große Bedeutung für Bartók. Heute sind sie nicht so populär wie seine Sechs rumänischen Volkstänze, aber angesichts ihres historischen Kontexts verdienen sie es, heute mehr in der klassischen Musikszene Gehör zu finden. Schließlich wird klar, dass die abstrakte musikalische Idee des Komponisten vom Beginn bis zum Ende des Transkriptionsprozesses klar gehalten werden sollte.
Marie-Lou Debels (Do.) hat diese Frage untersucht.