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Zusammenfassung Meeresschildkröten verbringen den Großteil ihres Lebens an Nahrungsgründen. Diese Gebiete sind wichtig für das Überleben der Populationen, kommen jedoch in der Regel in Küstenlebensräumen vor, die zunehmendem menschlichen Druck ausgesetzt sind. Die Identifizierung wichtiger Nahrungsgebiete ist daher ein wichtiger Schritt zum Verständnis der kritischen Lebensräume von Meeresschildkröten und damit ihrer Bedrohungen. Isotopenverhältnisse (δ 15 N, δ 13 C) aus Hautgeweben von 90 Grünen Meeresschildkröten (Chelonia mydas), die an der regional wichtigen Brutstätte des Aldabra-Atolls, Seychellen, nisten, wurden anhand von Proben analysiert, die während zweier Perioden gesammelt wurden: 51 Proben von März bis September 2021 und 39 Proben von Januar bis April 2022. Diese Analysen wurden durch neun Satellitentracks ergänzt, um wichtige Nahrungsgebiete zu identifizieren. Hierarchisches Clustering und diskiminante funktionale Analysen identifizierten zwei Hauptnahrungsgebiete: die Ostküste Afrikas (Tansania und Somalia) und Nordmadagaskar. Isotopische Werte zeigten, dass die Mehrheit der an Aldabra nistenden Grünen Meeresschildkröten in einem dieser beiden Gebiete Nahrung sucht, wobei tendenziell etwas mehr Grüne Meeresschildkröten die Ostküste Afrikas besuchen. Geografische isotopische Muster wurden nicht latitudinal gefunden, was auf eine potenzielle Grenze für diesen Ansatz in Küstengebieten des westlichen Indischen Ozeans hindeutet. Allerdings fanden wir longitudinale Variationen von δ 13 C und δ 15 N, die in wenigen Studien berichtet wurden. Dies ist die erste Studie in dieser Region, die Satellitentelemetrie und die Analyse stabiler Isotope kombiniert, um die wahrscheinlichsten Nahrungsgebiete von Grünen Meeresschildkröten zu bestimmen und das Verständnis der komplexen Migrationsmuster und der Nahrungsökologie dieser Art zu vertiefen. Wir zeigen das Potenzial und die Einschränkungen der stabilen Isotopenanalyse zur Identifizierung/Charakterisierung der Nahrungsgebiete von Grünen Meeresschildkröten in dieser Region auf.
Sanchez et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.