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Zusammenfassung Krankheitsnarrative laden Praktiker ein, zu verstehen, wie biomedizinische und traditionelle Gesundheitsinformationen in das eigene Selbst- und Sozialidentitätsgefühl eines Patienten integriert oder anders verinnerlicht werden. Solche Narrative offenbaren auch kulturelle Werte, zugrunde liegende Muster in der Gesellschaft und den allgemeinen Lebenskontext des Erzählers. Die meisten Krankheitsnarrative wurden aus der Perspektive europäischer Genres und literarischer Theorien untersucht, obwohl Theoretiker aus anderen Teilen der Welt lokal relevante literarische Theorien entwickelt haben. Darüber hinaus untersuchen Krankheitsnarrative typischerweise nur die Erfahrung von Krankheit durch akutes oder chronisches Leiden (und mögliche Genesung). Das Aufkommen biomedizinischer Krankheitspräventionsmethoden wie Post- und Prä-Expositionsprophylaxe (PEP und PrEP) für HIV, die eine tägliche Pilleneinnahme oder regelmäßige Injektionen erfordern, kompliziert das Konzept eines Krankheitsnarrativs, indem die Krankheitsprävention in narrative Berichte einbezogen wird. Dieses Papier verfolgt zwei Ziele. Erstens, wir möchten den Eurozentrismus der bestehenden Theorie zu Krankheitsnarrativen korrigieren, indem wir Erkenntnisse aus afrikanischen Literaturtheoretikern einbeziehen; zweitens, wir komplizieren die Kategorie, indem wir Präventionsnarrative als Teilmenge von Krankheitsnarrativen untersuchen. Wir tun dies, indem wir mehrere Narrativen zur HIV-Prävention von Informanten untersuchen, die 2022 an einem HIV-Präventionstest in Kenia und Uganda teilgenommen haben.
Johnson‐Peretz et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.