Key points are not available for this paper at this time.
Vorläufige Daten deuten auf eine adipogene Rolle von Wachstumsaussetzungs-spezifisch 6 (Gas6) hin, einem pleiotropen Molekül, das an Entzündungen, Proliferation und Hämostase über seine Tyro3-, Axl- und MerTK (TAM)-Rezeptoren beteiligt ist. Diese Studie vergleicht die Gas6-Expression in Plasma sowie in viszeralem und subkutanem Fettgewebe bei 42 Erwachsenen mit Fettleibigkeit (Body-Mass-Index ≥ 40 kg/m²) und 32 Normalgewichtigen zur Aufklärung seiner Rolle bei Adipositas und verwandten metabolischen Veränderungen. Material/Methoden: Mit einem Fall-Kontroll-Design haben wir die Gas6-Spiegel im Plasma über einen validierten Sandwich-Enzym-Linked-Immunosorbent-Assay und im Fettgewebe durch quantitative Polymerase-Kettenreaktion mit spezifischen Sonden gemessen. Mediane und Korrelationen wurden unter Verwendung der Mann-Whitney- und Spearman-Tests analysiert. Ein allgemeines lineares Modell bewertete den Einfluss von Kovariaten auf die Gas6-anthropometrische Beziehung, wobei die statistische Signifikanz durch p-Werte bestimmt wurde. Ergebnisse: Die Plasmaspiegel von Gas6 waren in der adipösen Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe (p = 0,0006). Während die Gas6-mRNA-Expression im subkutanen Fettgewebe zwischen den Gruppen nicht signifikant unterschiedlich war, war sie im viszeralen Fettgewebe bei Kontrollen bemerkenswert höher als im subkutanen Fettgewebe (p < 0,05). Eine signifikante Korrelation wurde zwischen den Plasmaspiegeln von Gas6 und dem Body-Mass-Index gefunden (p = 0,001). Schlussfolgerungen: Die Gas6-Plasmaspiegel sind bei schwerer Adipositas erhöht, insbesondere im viszeralen Fettgewebe, und stehen im Zusammenhang mit einer veränderten Glukosetoleranz bei weiblichen Patienten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Gas6 bei adipositasbedingten metabolischen Komplikationen und deuten auf weitere Forschungs- und mögliche Therapieansätze hin.
Sola et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.