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Der nordwestliche marokkanische Rand hat eine komplexe geologische Entwicklung und liegt nahe der Übergangszone zwischen der Azoren-Gibraltar-Transformstörung und der westlichen Front des betischen-rifischen Kollisionsorogens. Die Wechselwirkung zwischen tektonischen, halokinetischen und Fluidströmungsprozessen mit der Aktivität von Bodenströmungen formt den Meeresboden und beeinflusst die Verteilung der biologischen Gemeinschaften am Meeresboden (wie die Kaltwasser-Korallenriffe) und die Sedimentation in Tiefseegebieten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Interaktion der paläoozeanografischen und morphpotektonischen Prozesse zu untersuchen, die die verschiedenen Merkmale des Meeresbodens am nordwestlichen marokkanischen Rand hervorgebracht haben. Um dies zu erreichen, wurden hochauflösende Multibeam-Bathymetrie und Parasound-Daten, die während der „ALBOCA II“-Kreuzfahrt erfasst wurden, genutzt, ergänzt durch hochauflösende 2D-Seismik-Daten und die EMODnet-Bathymetrie-Kompilation. Mehrere morphologische Merkmale wurden im Rand identifiziert, die mit unterschiedlichen Prozessen sedimentärer (Kontourites und Sedimentwellen), struktureller (Verwerfungen und Diapire), gravitativer (Hangrutschennarben, Massentransportablagerungen), Fluidmigration (Mudvulkane und Pockmarks) und biogener (freiliegende und begrabene Korallenriffe) Natur in Beziehung stehen. Die strukturellen Merkmale (z. B. Transversalfaults und Mudvulkane) haben einen wesentlichen Einfluss auf die Morphologie des Meeresbodens und somit auf die Entwicklung und Evolution der sedimentären Systeme im Studiengebiet. Die Entwicklung des nordwestlichen marokkanischen Rands während des späten Quartärs wurde durch klimatische Schwankungen und tektonische Aktivitäten kontrolliert. Das Wirken dieser Faktoren war in verschiedenen Teilen des Studiengebiets dominant, wobei: i) Kontouriteterrassen entstanden, als klimatische und ozeanografische Veränderungen der vorherrschende Faktor waren, ii) gehäufte und eingeschlossene Kontourite-Düfte und lokale Massentransportablagerungen gebildet wurden, als die Hauptkontrolle die tektonische Aktivität war.
Duarte et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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