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Die frühe Ernährung und das Schlucken bei Säuglingen sind komplexe motorische Prozesse, die zahlreiche Muskeln in Koordination einbeziehen, z.B. die orofazialen Muskeln sowie die Muskeln von Rachen, Kehlkopf und Speiseröhre. Das reflexhafte Trinken des Neugeborenen entwickelt sich zu der Fähigkeit, püriertes Beikost zu sich zu nehmen, während das Säuglingsalter fortschreitet. Schließlich entwickelt sich im letzten Teil des ersten Lebensjahres ein differenzierter Ess-, Ka- und Schluckprozess, der die freiwillige Aufnahme verschiedener Lebensmittel aus der Familienernährung ermöglicht. Der Ernährungsplan für das erste Lebensjahr, der die empfohlene Ernährung von Säuglingen in Deutschland beschreibt, entspricht diesen Meilensteinen in der Essentwicklung. Störungen in der grobmotorischen Entwicklung, Probleme in der sensorischen Verarbeitung sowie organische und Verhaltensprobleme sind bekannt dafür, die Entwicklung von Essfähigkeiten zu beeinträchtigen. Schluckstörungen (Dysphagie) bei Kindern können sich nachteilig auf die Nahrungsaufnahme auswirken und ein ernstes Risiko für Wachstum und Entwicklung darstellen. Ihre Präventionsbehandlung erfordert einen multidisziplinären Ansatz mit dem Ziel, dem Kind eine langfristige selbstständige Nahrungsaufnahme zu ermöglichen.
Kalhoff et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.