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Zusammenfassung Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) stellt eine lebensbedrohliche Entzündungsreaktion dar, die durch refractory Hypoxämie und Lungenödem gekennzeichnet ist. Trotz der Fortschritte in den Behandlungsmöglichkeiten trägt ARDS weiterhin zu einer hohen Sterblichkeitsrate bei, oft aufgrund systemischer Entzündungsreaktionen, die zu einem Multiorganversagen (MODS) führen. Tatsächlich wird angenommen, dass die Verschlechterung und die damit verbundene Mortalität bei Patienten mit akuter Lungenschädigung (LI)/ARDS hauptsächlich aus dem Versagen von extrapulmonalen Organen zusammen mit einem Atemversagen resultiert, was eine Folge der komplexen Wechselwirkungen zwischen den initialen entzündlichen Kaskaden, die mit dem primären Ereignis verbunden sind, und den fortlaufenden mechanisch bedingten Schädigungen durch Beatmung sind, was zu multiplem Organversagen (MOF) und potenziell zum Tod führt. Obwohl aktuelle Forschungen zunehmend die Rolle des Gastrointestinaltrakts in diesem Prozess hervorgehoben haben, bleibt die Pathophysiologie der Darmdysfunktion bei Patienten mit ARDS weitgehend unerforscht. Diese Übersicht zielt darauf ab, das komplexe Zusammenspiel zwischen Lunge und Darm bei Patienten mit LI/ARDS zu erläutern. Wir werden verschiedene Faktoren untersuchen, einschließlich systemischer Entzündung, Epithelbarrieredysfunktion, die Auswirkungen der mechanischen Beatmung (MV), Hyperkapnie und Darmdysbiose. Das Verständnis dieser Faktoren und ihrer Wechselwirkungen könnte wertvolle Einblicke in die Pathophysiologie von ARDS und potenzielle therapeutische Strategien zur Verbesserung der Patientenergebnisse bieten.
Ziaka et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.