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Im Bereich der internationalen Sicherheitsstudien ist die Aufmerksamkeit auf ontologische Sicherheitsfragen zu einem Schwerpunkt geworden. Ontologische Sicherheit auf nationaler Ebene manifestiert sich als die dynamische Harmonie zwischen „nationalem Über-Ich“ und „nationalem Es“, das ein gemeinsames Produkt in den subjektiven Beziehungen darstellt. Die Krise der ontologischen Sicherheit ist das Ergebnis des Scheiterns der Regulation des „nationalen Ichs“. Positioniert in der geopolitischen Peripherie hat Polen über Jahrtausende ein ausgeprägtes „nationales Über-Ich“ und ein starkes Identitätsgefühl entwickelt. Dennoch sah sich Polen im Laufe seiner Geschichte wiederholt ontologischen Sicherheitsherausforderungen aus Russland gegenüber. Für Polen hat sich Russland von dem „Anderen“ zum „Ausgeschlossenen“ gewandelt und ist letztlich zum „Gegner“ in Polens ontologischer Sicherheit geworden. Seit der Ära des „postkalten Krieges“ hat Polen sich bemüht, seine ontologische Sicherheit durch interne und externe Maßnahmen neu zu gestalten. Ontologische Sicherheit bietet eine neuartige Perspektive für die Forschung zu internationalen Beziehungen.
Ke Yan (Sat,) hat diese Frage untersucht.