Zusammenfassung Die Erfassung subalterner Erfahrungen in kolonialen Kontexten erfordert mehr als nur gegen den Strich zu lesen und Stille zu hinterfragen. Dieses Papier beschreibt das „archivierte Patchwork“, eine Methode, um über verschiedene Quellen aus mehreren Archiven hinweg zu arbeiten, kleine Beweisstücke über untergeordnete Individuen zu sammeln, soziale Beziehungen zu rekonstruieren und Muster des Alltagslebens zusammenzufügen, die sonst nicht sichtbar sind. Archiviertes Patchwork berücksichtigt gegenwärtige Arbeitsweisen in neoliberalen Universitäten, erkennt Nord-Süd-Diskrepanzen an und eröffnet kollaborative Möglichkeiten. Das Papier, das an die südafrikanische Geschichte angeheftet ist, zählt Digitalisierungs-, Transkriptions- und Duplikationsprojekte auf, die archivierte Quellen für das koloniale Kap weitreichender verfügbar machen. Obwohl die Beweise in diesem Papier zeitlich und örtlich fokussiert sind, ist die Methodologie breit anwendbar.
Laura J. Mitchell (Di,) hat diese Frage untersucht.