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Bei neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie ist der sofortige Beginn der Behandlung der Standard. Eine Verschiebung der antileukämischen Therapie kann jedoch angezeigt sein, um Begleiterkrankungen oder prätherapeutische Risikofaktoren zu bewerten. Wir untersuchten den Einfluss der Zeit von der Diagnose bis zur Behandlung auf die Ergebnisse bei neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie, die eine venetoclaxbasierten Therapie erhielten, in zwei unterschiedlichen Kohorten. Durch Abfrage der Study Alliance Leukemia-Datenbank und des globalen Gesundheitsnetzwerks TriNetX identifizierten wir 138 beziehungsweise 717 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 76 und 72 Jahren, die eine venetoclaxbasierten Erstlinientherapie erhielten. Bei dem Vergleich von Patienten, die ihre Behandlung früher oder später als 10 Tage nach der Erstdiagnose begannen, wurde kein signifikanter Unterschied in der mediandiensüberlebenszeit beobachtet - weder in der SAL-Kohorte (7,7 vs. 9,6 Monate, p=.42) noch in der TriNetX-Kohorte (7,5 vs. 7,2 Monate, p=.41). Ähnlich wurden schwere Infektionen, Blutungen und thromboembolische Ereignisse sowohl in den Gesamtpatientengruppen als auch in spezifischen Untergruppen (Alter ≥75 Jahre oder Leukozyten ≥20x10^9/L) gleichermaßen beobachtet. Diese retrospektive Analyse deutet darauf hin, dass die Verzögerung des Beginns einer venetoclaxbasierten Therapie bei neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie eine sichere Option für ausgewählte Patienten sein könnte, vorausgesetzt, dass eine enge klinische Überwachung erfolgt.
Baden et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.
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