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In den letzten Jahrzehnten war Mexiko Schauplatz eines der tödlichsten innerstaatlichen Konflikte der Welt. Es gibt nur wenige globale Parallelen zur Größenordnung von Tötungen, Verschwindenlassen, Massengräbern, Feminiziden, Entführungen, Erpressungen, Mord an sozialen Aktivisten und Gewalt gegen Journalisten. Die vorherrschenden Interpretationen und staatlichen Narrative stellen den Konflikt in Mexiko als grundlegend auf die Schwäche des Staates und kriminelle Organisationen ab, die um die Kontrolle über die Drogenströme wetteifern. Dieser Artikel bietet eine andere Interpretation. Aus einer strukturalistischen Perspektive legt der Artikel die umfangreichen kriminogenen Dynamiken dar, die durch Mexikos radikales Bekenntnis zur neoliberalen Transformation in Gang gesetzt wurden. In ähnlicher Weise unterstreicht der Artikel das Maß, in dem Gewalt in vielen Fällen weniger aus Drogenkonflikten als aus der Schaffung neuer Exportmärkte und neuer Warenketten resultiert. Durch ein Narrativ des ‚Drogenkriegs‘ unsichtbar gemacht, stellt Mexiko eine kraftvolle Linse in die soziale Gewalt dar, die von unserem neoliberalen Zukunftswerkzeug geschaffen wird und den Weg dorthin ebnet.
Alejandro Lerch (Mon,) hat diese Frage untersucht.
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