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Globale marine anthropogene CO2-Bilanzen haben traditionell die Rolle des Nordatlantiks im Kohlenstoffkreislauf hervorgehoben, während die Prozesse der Südhalbkugel weniger verstanden werden. Die Südsubtropische Konvergenz (SSTC) im Südatlantik, ein Schnittpunkt verschiedener nährstoffreicher Gewässer, bietet ein wertvolles Studiengebiet, um die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die biologische Kohlenstoffpumpe (Csoft) des Ozeans zu erkennen. Anhand diskreter Beobachtungen von GLODAPv2.2022 und BGC-Argo bei 40°S im Atlantischen Ozean wurde ein Anstieg des gelösten anorganischen Kohlenstoffs (DIC) von +1,44 ± 0,11 μmol kg-1 yr-1 in Oberflächengewässern beobachtet. Während anthropogenes CO2 eine Rolle spielte, wurden Variationen im Beitrag von Csoft festgestellt. Diskrepanzen traten bei der Bewertung von Csoft auf, basierend auf den verwendeten Tracern: Bei Verwendung von AOU verzeichnete Csoft(AOU) einen Anstieg von +0,20 ± 0,03 μmol kg‑1 yr-1, während Csoft(NO3) unter Verwendung von Nitraten als Referenz einen Anstieg von +0,85 ± 0,07 μmol kg-1 yr-1 zeigte. Dennoch deuten unsere Beobachtungen bei 40°S auf eine signifikante Intensivierung von Csoft hin, die, hochgerechnet auf den gesamten Ozean, zusätzliche 23% bis 35% der organischen Kohlenstoffdegradation in der Wassersäule repräsentiert. Wichtige Prozesse wie Veränderungen in der Wassermassenkomposition, Änderungen der Sauerstoffanreicherung, Remineralisierung im Südozean und die Herausforderungen, die sie bei der genauen Darstellung des sich entwickelnden Csoft mit sich bringen, werden diskutiert. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass globale Studien den Anstieg des DIC hauptsächlich anthropogenem CO2 zuschreiben, die Beobachtungen bei 40°S jedoch eine intensivierte biologische Kohlenstoffpumpe zeigen, was darauf hinweist, dass regionale DIC-Änderungen komplexer sind als bisher angenommen und die Dominanz anthropogener Quellen im globalen DIC-Wandel in Frage stellen.
Delaigue et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.