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Der Begriff "Holozäne Temperaturparadox" bezieht sich auf die Inkonsistenzen zwischen proxy-basierten Rekonstruktionen und transiente Modellsimulationen und stellt unser Verständnis der globalen Temperaturentwicklung während des Holozäns in Frage. Klimarekonstruktionen deuten auf einen Abkühlungstrend nach dem Holozänen Thermalen Maximum hin, während Modellsimulationen einen konsistenten Erwärmungstrend aufgrund des Rückzugs der Eisschilde und steigender Treibhausgaskonzentrationen anzeigen. Verschiedene Faktoren, wie saisonale Verzerrungen und übersehene Rückkopplungsprozesse, wurden als potenzielle Ursachen für diese Diskrepanz vorgeschlagen. In dieser Studie untersuchten wir den Einfluss der Vegetations-Klima-Rückkopplung auf die Temperaturanomalien in Ostasien während des mittleren Holozäns (∼6 ka). Durch die Nutzung des vollständig gekoppelten Erdmodells EC-Earth und die Durchführung von Simulationen mit und ohne gekoppelte dynamische Vegetation war es unser Ziel, den Einfluss von Vegetationsänderungen auf regionale Temperaturmuster zu isolieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Vegetations-Klima-Rückkopplung zur Erwärmung in den meisten Teilen Ostasiens beitrug, was zu räumlich vielfältigen Temperaturänderungen während des mittleren Holozäns und signifikant verbesserten Übereinstimmungen zwischen Modell und Daten führte. Diese Ergebnisse heben die entscheidende Rolle der Vegetations-Klima-Rückkopplung bei der Lösung des Holozänen Temperaturparadox hervor und betonen ihre Bedeutung für die Simulation präziser Klimaszenarien.
Chen et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.