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Die retinalen Ganglienzellen (RGCs) dienen als der kritische Weg zur Übertragung visueller Informationen von der Retina zum Gehirn, können jedoch durch Krankheiten wie Glaukom dramatisch beeinträchtigt werden. Bei der Untersuchung von Krankheitsprozessen, die RGCs in Mausmodellen betreffen, wird eine genaue Quantifizierung der betroffenen Zellen unerlässlich. Die Verwendung von pan RGC-Markern wie RBPMS oder THY1 stellt jedoch Herausforderungen bei der genauen Gesamtzellzählung dar. Während Brn3a als zuverlässiger RGC-Kernmarker für die automatisierte Zählung dient, umfasst er nicht alle RGC-Subtypen in Mäusen. Um diese Einschränkung zu beheben und eine präzise automatisierte Zählung zu ermöglichen, strebt unsere Forschung an, eine Methode zur Färbung von Kernen in allen RGC-Subtypen zu entwickeln. Die Untersuchung von RGC-Subtypen, die mit dem Kernmarker POU6F2 gefärbt sind, ergab, dass zahlreiche RGCs, die von Brn3a nicht gefärbt wurden, tatsächlich mit POU6F2 gefärbt waren. Wir hypothesieren, dass die Verwendung von Antikörpern gegen sowohl Brn3a als auch POU6F2 praktisch alle RGC-Kerne in der Retina von Mäusen färben würde. Unsere Experimente bestätigten, dass das Färben von Retinas mit beiden Markern dazu führte, dass alle RGCs gefärbt wurden. Darüber hinaus zeigten alle mit RBPMS gefärbten Zellen, die bekannt dafür sind, alle Maus-RGCs zu färben, ebenfalls eine Brn3a- oder POU6F2-Färbung. Diese Kombination aus Brn3a- und POU6F2-Antikörpern bietet eine pan-RGC-Kernfärbung, die eine genaue automatisierte Zählung erleichtert, indem sie Zellkerne in der Retina färbt.
Lin et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.